Aus unseren Projekten: Eisern trotz(t) Handicap

Allein zu Fuß nach Nürnberg, gemeinsam rollen nach Braunschweig

Am Montag ging es für eine Reisegruppe von rund 90 Unionern, darunter 32 Menschen mit Handicap, unter dem Motto "Eisern trotz (t) Handicap" zum Auswärtsspiel des 1. FC Union Berlin gegen Eintracht Braunschweig.

Die Spenden-Wanderung von Sascha Koschitzke, die diese Auswärtsfahrt erst möglich machte, liegt nun schon einige Tage zurück. Am 16. September 2016 machte Sascha sich auf den 531 Kilometer langen Weg von Berlin nach Nürnberg. Es war ein Spendenlauf der ganz besonderen Art in Gedenken an Janine Jänicke, Behindertenbeauftragte des 1. FC Union Berlin, die im Sommer 2016 bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.

Die Idee zum Spendenlauf entstand ganz spontan bei Filip Schnuppe und Sascha Koschitzke. „Janine hätte es gefallen, dass so viele Unioner mit Handicap gemeinsam im Stadion in Braunschweig das Auswärtsspiel der Eisernen verfolgen können“, so die beiden Initiatoren, die bei der Organisation der Reise auch auf die Unterstützung der Stiftung des 1. FC Union Berlin setzen konnten. Stiftungsvorstand Jochen Lesching freut sich über die Initiative: „Es sind unter anderem solche Ideen, die uns bewogen haben, die Stiftung ins Leben zu rufen. Gemeinsam können wir viel bewegen und Menschen helfen, die unsere Hilfe brauchen.“

Insgesamt 11.983 Euro kamen beim Projekt „Eiserner Wanderer“ zusammen.

Damit konnte ein behindertengerechter Reisebus sowie weitere Spezial-Busse für Rollstuhlfahrer organisiert und die Verpflegung während der Fahrt gewährleistet werden. Zahlreiche Helfer und Begleitpersonen kümmerten sich um das Wohl der Reisegruppe. Zudem warteten viele Überraschungen auf alle Mitfahrer. Schon mittags am Treffpunkt im Stadion An der Alten Försterei sorgten Torsten „Tusche“ Mattuschka und Ritter Keule für größte Freude. Beide waren gekommen, um den Unionern eine gute Fahrt zu wünschen und nahmen sich jede Menge Zeit für Foto- und Autogrammwünsche.

Ein eigens für das Projekt gestalteter Fanschal sowie eine Regenjacken und viele weitere kleine Geschenke begeisterten die Reisenden. Vor Ort in Braunschweig sorgte ein gemeinsames Abendessen für die nötige Stärkung, bevor es schließlich endlich ins Stadion auf die Rolliplätze und in den Gästefanblock ging. Wer hätte gedacht, dass diese Partie am drittletzten Spieltag noch so spannend werden konnte. Alle waren mit Herzblut dabei und feuerten gemeinsam das Team des 1. FC Union Berlin lautstark an. Leider reichte es am Ende nicht ganz für den Sieg. Aber das sollte letztlich die Stimmung der Reisegruppe nicht verderben, denn der ganze Tag wurde für die Unioner mit Handicap zu einem ganz besonderen und einmaligen Erlebnis. Und darum ging es ja schließlich auch!

Ein großes Dankeschön an die Initiatoren Filip Schnuppe und Sascha Koschitzke – die auch bereits mit einem Eisernträger der Stiftung ausgezeichnet wurden – für dieses tolle Projekt, aber natürlich und vor allem auch an alle Spender, Sponsoren und freiwilligen Helfer, ohne die es so nicht möglich gewesen wäre.

Die ganze Aktion war ein voller Erfolg. Das Projekt „Eisern trotz (t) Handicap“ wird auch künftig untern dem Dach der Stiftung fortgeführt werden.