623 Kilometer unterwegs für den guten Zweck - mit Rolli und Rad

Das Projekt Eisern trotz(t) Handicap geht in die zweite Runde

Es ist vollbracht. Nach 10 Tagen, 623 Kilometern und 3.375 Höhenmetern haben Sascha Koschitzke und Sebastian Braun Nürnberg erreicht. Im Rahmen des Projektes Eisern trotz(t) Handicap haben sich die Beiden am 10. August mit einem Spezialfahrrad auf den Weg von Berlin nach Nürnberg zum Union-Auswärtsspiel gemacht, um Spenden für eine gemeinsame Auswärtsfahrt für Unioner mit Handicap zu sammeln.

Bereits in der vergangenen Saison haben Filip Schnuppe und Sascha Koschitzke das Projekt Eisern trotz(t) Handicap ins Leben gerufen und führen es unter dem Dach der Stiftung des 1. FC Union Berlin e.V. „UNION VEREINT. Schulter an Schulter“ weiter. Als „Eiserner Wanderer“ lief Sascha damals zu Fuß nach Nürnberg und sammelte Spenden. Von den zahlreichen Spendengeldern fuhren 32 Gehandicapte, ihre Begleiter und viele Helfer nach Braunschweig zum Auswärtsspiel. Für alle Teilnehmer wurde die Fahrt und der Stadionbesuch zu einem unvergesslichen Ereignis, so dass schnell feststand, das Projekt auch in dieser Saison fortzuführen. Ebenso schnell war die Idee geboren, eine Aktion gemeinsam mit einem Rollstuhlfahrer durchzuführen. Mit einem speziellen Fahrrad, wobei Fahrrad und Rollstuhl miteinander verbunden sind, machten sich nun Sascha und Rollilfahrer Sebastian Braun auf den Weg nach Nürnberg.

Ein kurzer Rückblick auf die Fahrt: Die Tour zog sich insgesamt über zehn Etappen, dabei wurden u.a. die Orte Jüterbog, Bad Düben, Markkleeberg, Gera, Plauen, Hof, Bamberg und Forchheim passiert. Bereits nach der zweiten Etappe kamen ordentliche Höhenmeter hinzu, die Sascha und Basti an ihre Grenzen brachten. Teilweise unebene Wege und auch das Wetter taten ihr Übriges. War es auf den ersten Etappen noch windig und regnerisch, wurde es dann zunehmend sonniger, aber eben auch schwülwarm. Faktoren, die sich nicht beeinflussen lassen, einige Situationen aber auch nicht leichter machten. Die physische Leistung von Sascha und Basti ist einfach unglaublich. Sascha, der ein enormes Gewicht durch Rad (nicht vergleichbar mit einem Rennrad) und zwei Personen voranbringen und Basti, der die komplette Strecke über Spannung im Oberkörper halten musste.  Doch die malerische Landschaft sowie jede Menge tolle und interessante Begegnungen mit Menschen entlang der Strecke brachten Basti und Sascha den nötigen Schwung jede Etappe eisern bis zum Schluss durchzuhalten. Und nicht zu vergessen Daniela Romanowski und Stephanie Ahlberg, die die Tour mit dem PKW begleiteten und sich rund um die Uhr tatkräftig um das Wohl der beiden Jungs kümmerten. Tolle Leistung, Dani & Stephi!

Aber allem voran war es der Zweck der Fahrt sowie die überwältigende Unterstützung von Euch Unionern, die keinen Zweifel daran ließen, die Tour bis zum Ende durchzuziehen. Unzählige motivierende Worte und bewegende Geschichten erreichten das Eisern trotz(t) Handicap-Team, wie zum Beispiel die Nachricht vom achtjährigen Unionfan Lukas, der selbst durch eine Behinderung beeinträchtigt ist, aber mit großer Freude täglich die Tour verfolgte. Zudem gingen reichlich Spenden ein, ob Geld oder in Form von Schrott. Dafür ein riesen Dankeschön an alle Unterstützer!

An dieser Stelle gebührt auch ein großer Dank der Firma Schrott Wetzel und ihren Mitarbeitern, die parallel zur Fahrt die große Schrottsammelaktion möglich gemacht haben, wovon der komplette Erlös als Spende in das Projekt fließt. Besonders herzlich Dank auch an Hauptsponsor Harald Layenberger, der das Projekt mit zusätzlichen Spendenaufrufen und -aktionen von Anfang an unterstützt hat und nicht zuletzt die beiden Sportler mit gesunder Nahrung während der Fahrt versorgt hat. Darüber hinaus, sagen wir danke der Firma vierC, die die Spendenflyer kostenfrei zur Verfügung gestellt hat und den vielen Helfern, die mittels Spendendosen weitere Gelder eingesammelt haben. Beste Grüße senden wir an den 1. FC Nürnberg, der das Eisern Trotz(t) Handicap-Team besonders herzlich im Max-Morlock-Stadion in Empfang genommen hat.

Zu guter Letzt gilt es den Projektverantwortlichen und Protagonisten ganz herzlich zu danken: Filip Schnuppe, Sascha Koschitzke, Sebastian Braun, Daniela Romanowski, Stephanie Ahlberg und Sven Polack, mit dieser tollen Idee und der Umsetzung habt Ihr wieder einmal gezeigt, was Unioner auf die Beine stellen können. Voller Vorfreude blicken wir auf die nächste Eisern trotz(t) Handicap-Fahrt und hoffen, damit wieder eine große Anzahl von Unionern glücklich zu machen.

Und in diesem Sinne niemals vergessen … EISERN UNION!

PS: Wer noch spenden möchte, kann dies weiterhin über www.eisern-trotz-handicap.de tun!