Sozialnachmittag der Profis – Verantwortung leben mit der Stiftung des 1. FC Union Berlin

Am 16. Dezember setzte die Stiftung des 1. FC Union Berlin gemeinsam mit den Profimannschaften der Frauen und Männer ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung. Rund 60 Profispielerinnen und Profispieler folgten der Einladung der Stiftung und engagierten sich an diesem Sozialnachmittag in insgesamt zehn sorgfältig ausgewählten sozialen Projekten in ganz Berlin.

Die Projekte, die von der Stiftung koordiniert und begleitet wurden, spiegeln die inhaltliche Arbeit der Stiftung wider: nachhaltige Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, Hilfe für wohnungslose und obdachlose Menschen, Begegnungen mit Menschen in schwierigen Lebenslagen sowie die Förderung von Teilhabe, Respekt und Würde. Dabei ging es nicht um kurze Besuche, sondern um echte Zeit, echtes Interesse und ehrliche Begegnungen.

In einer Jugendhilfe-Tagesgruppe in Köpenick/Spindlersfeld erlebten Kinder aus herausfordernden familiären Situationen einen unbeschwerten Nachmittag. Gemeinsam mit den Profis wurde gearbeitet, gespielt, gelacht und erzählt – ohne Berührungsängste, dafür mit viel Nähe. Für die Kinder war es ein Moment des Gesehen-Werdens, für die Profis eine intensive Erfahrung, die lange nachwirkt.

Auch in zwei Berliner Schulen, in Neukölln und Schmöckwitz– stand die Stärkung junger Menschen im Mittelpunkt. Bewegung, Gespräche, Fragen und gemeinsames Erleben machten den Nachmittag für viele Schülerinnen und Schüler zu etwas Besonderem. Die Begegnung mit den Profis wirkte motivierend, ermutigend und inspirierend. Das hatte Vorbildcharakter.

Besonders eindrücklich waren die Einsätze in der Wohnungslosenhilfe, die seit vielen Jahren einen Schwerpunkt der Stiftungsarbeit bildet. In der Berliner Stadtmission unterstützten die Profis die Zubereitung von Mahlzeiten für Notunterkünfte und erhielten Einblicke in die Lebensrealitäten obdachloser Menschen. Im Wohnheim des Internationalen Bundes wurde gemeinsam gestaltet, gestrichen und aufgebaut – begleitet von offenen Gesprächen über persönliche Lebenswege. Auch bei der Lebensmittelausgabe von „Laib und Seele“ stand nicht nur die praktische Hilfe, sondern vor allem der respektvolle Umgang miteinander im Vordergrund.

Ein weiterer besonderer Ort des Sozialnachmittags war die JVA Tegel. Beim gemeinsamen Produzieren von Fanartikeln entstand schnell ein vertrauensvoller Austausch zwischen Profis und Insassen. Das Thema Resozialisierung wurde greifbar – und zeigte, wie wichtig Anerkennung, Arbeit und Begegnung auf Augenhöhe sind.

Christian Arbeit, 1. Vorsitzender der Stiftung des 1. FC Union Berlin, betont die Bedeutung solcher Tage:
„Einmal mehr hat sich gezeigt, dass auch unsere Profis von so einem Tag viel mitnehmen. Sie kommen mit dieser Art von Härte im Leben selten in Kontakt und waren sehr berührt davon.“

Der Sozialnachmittag machte deutlich, wofür die Stiftung des 1. FC Union Berlin steht: für nachhaltiges Engagement, für Nähe zu den Menschen dieser Stadt und für ein Miteinander, das über den Fußball hinausgeht. Für viele Besucherinnen und Besucher der Einrichtungen war es ein Tag voller Wertschätzung. Für die Profis ein Perspektivwechsel, der Demut und Dankbarkeit hinterlassen hat.

Ein besonderer Dank gilt allen Projektpartnern, Einrichtungen, Ehrenamtlichen, Mitarbeitenden der Stiftung des 1. FC Union Berlin sowie den Profispielerinnen und Profispielern, die diesen Sozialnachmittag mit Zeit, Offenheit und Herz möglich gemacht haben.