Hallo Unionerinnen und Unioner!


Gleich geht’s los, liebe(r) geneigte(r) LeserIn, ein neues Jahr steht vor der Tür!

Etwas Zeit bleibt noch für einige Gedanken zum Jahreswechsel und bis zu dem Moment, heute Abend, an dem wir uns unsere guten Wünsche vor allem für viele gesunde Tage im Jahr 2021übermitteln.

Das Jahr 2020 nähert sich in der Tat unweigerlich seinen finalen Stunden. Weihnachten scheint allseits gelungen!? Die Geschenke sind verteilt, entsprechend den vorgefundenen Bedingungen. Weiter könnten jetzt Mann oder Frau – wenn es ihnen genehm – die Sinne schon mal ein wenig auf die nächsten 365 Tage richten. Beispielsweise wäre beim 1. FC Union Berlin die Frage zu stellen: Wo werden wir in einem Jahr mit unserem Verein stehen, wen und was werden wir dabei gewinnen oder überstehen müssen? Doch nach wie vor haben wir immer noch ganz lebendig vor Augen, dass das vergehende Jahr uns ganz besonders forderte und vor ungewöhnlich schwierige Aufgaben stellte. Und wie die neuesten Informationen melden, ist Entwarnung noch nicht angesagt.

Aber es gibt auch Licht am Ende des Tunnels, und es scheint nicht der entgegenkommende Schnellzug zu sein. Ohne Zweifel hat uns Corona genötigt – nein gezwungen – enger zusammenzurücken. Es sind Verständnis und Achtsamkeit füreinander gewachsen. Dinge, die wir oft als selbstverständlich erlebten, haben ihre wahren Werte gezeigt. Freundliche Gesten, Nähe und Zuwendung bringen Hoffnung für die Zukunft. Und die Bereitstellung von Impfstoffen öffnet die Tür zur Normalität. Übrigens, Fußball spielten die Männer in den kurzen Hosen beim 1. FC Union Berlin – auch wenn sie ausnahmsweise mal nicht gewannen – begeisternd wie nie zuvor. Möglich, dass das mit einem Virus zu tun hat – sicher aber nicht mit Corona. Vielen, vielen Dank unseren „Fußballgöttern“!

Was jetzt schon an Zukünftigem erkennbar, soll folgend kurz zusammengefasst werden, ohne in eine Glaskugel schauen zu können: Zuerst hoffen wir, dass alle Unionerinnen und Unionern mitsamt ihren Familien ein rundum schönes Weihnachtsfest hatten und dass dieses Mal einige Tage mehr zum auspendeln von Alltagsgeschichten und zugehörigen Störungen folgen. Bleibt bitte mit all Euren Lieben – die wir sehr herzlich grüßen – gesund und kommt erfolgreich durch die trotz alledem nicht einfachen, wohl eher schwierigen, Zeiten. Und, nicht vergessen, bitte, rutscht alle gut rüber nach 2021.

„Schlussendlich“ möchten wir im Namen vieler Unioner und Unionerinnen – die sich rund um die Stiftung und die soziale Arbeit in unserem Verein tagtäglich kümmern und damit das WIR-Gefühl beim 1. FC Union weiter stärken – der Vereinsführung unter Leitung von Dirk Zingler und Thomas Koch sehr herzlich Dank sagen für ihre Aufmerksamkeit und Empathie, die sie der Stiftung des 1. FC Union Berlin nachhaltig zuteilwerden lassen.

In der Tätigkeit der Union Stiftung bekommt eine Aufgabe immer mehr an Bedeutung. Es handelt sich dabei um die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung durch den Fußball und die Gestaltung unserer Idee vom Fußball für Menschen. Bei Union wächst mittlerweile aus der Vielfalt von Erfahrungen die Erkenntnis, dass der Fußball der Gesellschaft ein Stück voraus ist. Womöglich gibt Fußball dabei der Gesellschaft etwas zurück, was sie im Karussell des Kommerzes nicht mehr genügend abbildet. Immer wieder zeigt der Fußball, dass ein Miteinander möglich ist, dass man zusammenspielen, streiten, diskutieren kann, ohne sich um Leib oder Leben zu bringen. Im Fußball muss, im Idealfall, jeder für den anderen laufen. Es spielt keine Rolle woher jemand kommt, welche Hautfarbe er hat oder welche Religion. Es kommt darauf an, dass man miteinander ins Spiel kommt, sich trotz aller Individualität als Gemeinschaft erfährt, als Team. Fußball also verbindet:

Die sozialen Stände, Professionen und Generationen. Fans im Fußballstadion sind gleich, ohne den eigenen Charakter, die Selbstbestimmtheit und Individualität beim Eintritt abzugeben. Für mindestens neunzig Minuten sind sie Kumpel, Weggefährten. Sie sind dies auch, wenn bei ihrem Verein gar nicht der Ball getreten wird. Das alles sind Potentiale des Fußballs, die es gilt, in unseren Bemühungen um den Fußball für Menschen viel intensiver zu entdecken. Darin sind wir durch die allseits bekannten Umstände im letzten Jahr extrem behindert worden.

Jedoch ist es auch ein gutes Zeichen, dass trotz Corona und meist leerem Stadion der Kontakt, die Kommunikation und Hilfe der UnionerInnen untereinander erhalten blieb. Sie gingen auf Abstand und hielten Verbindung. Dazu wurde über die Media-Kanäle des 1. FC Union Berlin und die nationalen Medien umfänglich berichtet. Beispielsweise gab es zu jedem Heimspiel – obwohl keine Zuschauer im Stadion An der Alten Försterei sein konnten – in Berlin ein Programmheft mit 80 Seiten zum Spiel. Und weiter hat die Stiftung gemeinsam mit Wirtschaftsrat, V.I.R.U.S. und FuMA im Webradio „WIR – UNION VEREINT.“ und dem angeschlossenen Podcast jeder Woche den Zusammenhalt und die aktive Nachbarschaftshilfe bei Union unterstützt. Auch das gehörte zur Gestaltung von Fußball für Menschen.

Die Vermittlung dieser Zusammenhänge finden bereits nachweislich in der Kommunikation bei Union immer öfter tätige Anwendung. Das spiegelt zugleich den Anteil der im sozialen Bereich arbeitenden UnionerInnen am Gesamterfolg des Fußballs beim 1. FC Union Berlin und seiner Ausstrahlung. Daran sind auch Menschen beteiligt, die noch nie ein Fußballspiel bei Union besucht haben, unter Umständen waren sie aber beim Weihnachtssingen oder haben Kunde davon erhalten, dass da bei Union „…etwas Spezielles ist…“, wie vor Tagen Berliner und Berlinerinnen bei einem Treff im Theater STRAHL in Schöneberg feststellten.

Hoffentlich können wir uns auch bald mal bei einem guten Tropfen und ebensolchem Essen an öffentlichem Ort und ohne Maskierung treffen, wo wir im Gespräch viele der uns im Magen liegenden Zeitgenossen und deren Gesellschaftsblindheit sowie Fußballdummheit trefflich im Exkurs demaskieren…! Wir freuen uns darauf.

Und jetzt geht’s los: Prosit Neujahr 2021 und EISERN!

Jochen Lesching

i.A. des Vorstandes

 

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